TIERethik - Zeitschrift zur Mensch-Tier-Beziehung

Zusammenfassung

„Keine halben Sachen, sondern ganze Tiere“ - Hegemoniale Männlichkeitskonstruktion durch Fleischkonsum in BEEF!
Julia Gutjahr

Zusammenfassung


Ernährung ist, trotz ihrer biologischen Notwendigkeit, ein zutiefst kulturelles Phänomen und kann nicht losgelöst von gesellschaftlichen Normen betrachtet werden. Dies gilt ebenso für die soziale Ordnung der Geschlechter. Insbesondere das Nahrungsmittel Fleisch mit seinen ihm zugeschriebenen symbolischen Bedeutungen der Macht über Natur und Tiere spielt hier eine Rolle bei der Konstruktion von Geschlechtsidentitäten. So gilt zum Beispiel das Essen großer Fleischmengen als männlich, Fleischverzicht hingegen wird mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht. Diese Zusammenhänge von Ernährung, Mensch-Tier-Beziehung und Geschlechterkonstruktion sollen in dem Beitrag näher beleuchtet werden. Anhand der Analyse von Text- und Bildmaterial der Männerkochzeitschrift BEEF! Soll unter anderem aufgezeigt werden, auf welche Weise durch Fleischkonsum bestimmte Formen von Männlichkeit, in diesem Fall „hegemoniale Männlichkeit“, produziert werden.

 

Schlüsselwörter: hegemoniale Männlichkeit, Fleischkonsum, Geschlecht, Ernährung