TIERethik - Zeitschrift zur Mensch-Tier-Beziehung

Zusammenfassung

Über die Notwendigkeit eines tierverbrauchsfreien Studiums – Die Ausbildung als Schlussel zur Abschaffung von Tierversuchen
Astrid Schmidt und André Schmidt


Zusammenfassung

 

Für die universitäre Ausbildung werden derzeit nicht nur unzählige Tiere verbraucht. Durch den Ausschluss tierversuchskritischer Personen beeinflusst sie maßgeblich die Forschungslandschaft und somit den Einsatz von Tierversuchen in der wissenschaftlichen Forschung. Studierende der Biologie, Human- und Veterinärmedizin müssen meist obligatorisch Praktika in der Anatomie, Physiologie und anderen Fächern belegen, die mit Tierverbrauch einhergehen. Noch immer werden dabei diejenigen diskriminiert, die aus Gewissensgründen den schädigenden Einsatz von Tieren ablehnen. Da nur selten Alternativen angeboten werden, brechen ethisch motivierte Studenten zum Teil ihr Studium ab und weichen notgedrungen auf Studienfächer zweiter Wahl aus. Es geht somit nicht nur um die Menge der verbrauchten Tiere, sondern auch um die Zahl der Absolventen, die Tierversuche schließlich als selbstverständlich ansehen, und auf der anderen Seite die Zahl derjenigen, die aus ethischen Gründen nicht das Fach ihrer Wahl studieren können. Es gibt großen Bedarf an der Bearbeitung dieses Themas, um die stark tierversuchsorientierte Wissenschaft von unten (bottom-up) zu verändern. Wir betrachten die Ausbildung als den Schlüssel zur Lösung des Problems.

 

Schlüsselwörter: Studium, Zoologie, Alternativen, Tierversuch, Gewissensfreiheit